Einmal ans Meer

nach „Frou Loosli“ von A. Schertenleib


D-Erstaufführung: 31. Januar 2015
Junges Schauspielhaus Hamburg

Rahel ist neun und hat eine ganz besondere Freundin: Frau Loosli, fast achtzig, ohne Zunge. Darum kann sie auch nicht richtig sprechen – aber wunderbar singen.
Einmal pro Woche ist sie bei Baumgartners, einer Pfarrersfamilie zum Mittagessen eingeladen. Ihre vier Jungen machen sich oft lustig über Frau Loosli und ihre komische Aussprache. Rahel, als einziges Mädchen, auch. Darum muss sie sich bei Frau Loosli, die ganz alleine in einem kleinen Häuschen am Rande des Dorfes lebt, entschuldigen und lernt sie so zwangsläufig besser kennen.
Frau Loosli hat eine Briefmarkensammlung mit Marken aus 57 verschiedenen Ländern, ist aber noch nie aus ihrem Dorf rausgekommen. Und das Meer hat sie auch noch nie gesehen.
Darum kommt Rahel auf die Idee, sie in die Ferien nach Südfrankreich mitzunehmen. Doch ihre Geschwister und vor allem ihr ältester Bruder sind nicht einverstanden.
„Ich bing goch gnich i önigin fon Englang“ meint Frau Loosli und sie könne gut in einem Zelt in einem Schlafsack schlafen. Aber auch die Pfarrerseltern sehen einige Probleme und sind dagegen.
Rahel, dickköpfig, hält aber an der Idee fest und überzeugt Frau Loosli für ein Abenteuer.
Damit sie einmal das Meer sehen kann, bevor sie stirbt…

Einfühlsam, mit trockenem Witz und vielen musikalischen Einlagen erzählt das Stück von der Begegnung zwischen alten und jungen Menschen und der Angst vor dem Fremden. Unaufdringlich führt es Generationen – Kinder, Erwachsene und noch ältere Erwachsene zusammen, ohne je moralisch oder gefühlig zu werden.

Regie / Deutsche Bearbeitung: Taki Papaconstantinou
Autor: Andreas Schertenleib
Dramaturgie: Mathias Wendelin
Spiel und Gesang: Thomas Esser, Florence Adjidome
Livemusik: Thomas Esser
Ausstattung: Kathrin Plötzky
Deutsche Erstaufführung: 31. Januar 2015
Junges Schauspielhaus Hamburg

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