Ehrensache

von Lutz Hübner
für Jugendliche und Erwachsene ab 14

... nach einer wahren Begebenheit

Ein Mord ist passiert. Dabei hatte alles so gut angefangen: Zwei Jungs, 19 und 18 Jahre alt, lernen zwei 17-jährige Mädchen kennen. Es ist Wochenende, und man verabredet einen kleinen Ausflug nach Genf, will sich einen schönen Tag machen, shoppen gehen, abends ins Kino, Disco, und dann mal sehen, was läuft. Und es läuft gut. Branco hat ein Auto und das Geld, um mit Max die Mädchen auszuführen. Einmal raus aus dem täglichen Trott, was erleben. Und auch die Mädchen sind froh über die Abwechslung. Es könnte ein perfekter Tag werden. Doch am Ende dieses Tages liegt eines der Mädchen, Elena, tot auf dem Rastplatz einer Autobahnraststätte.

Eine typische Migrantengeschichte, Ehrenmord, abstruses Frauenbild etc. so scheint es auf den ersten Blick, die Urteile sind schnell gemacht...

Zwar sind die beiden Täter schnell gefasst, aber was genau an jenem Tag passiert ist, bleibt unklar: Je nach Perspektive gibt es ganz unterschiedliche Versionen davon, was zu einem solchen Exzess von Gewalt geführt hat.

Mit EHRENSACHE nimmt Lutz Hübner Bezug auf einen authentischen Fall und zeigt, dass Menschen zwar am selben Ort, aber trotzdem in verschiedenen Welten leben können. In einem psychologischen Spiel von vier Jugendlichen und einem Gerichtsgutachter versucht er den Mechanismen auf die Spur zu kommen: gekränkte Ehre, verletzte Liebe, der frustrierende Alltag oder einfach nur der Hunger nach Leben verleihen einer eigentlich einfachen Geschichte eines Ausflugs das Ausmaß einer Tragödie.

            1. Konzept / Bearbeitung / Regie: Taki Papaconstantinou
              Spiel: Marina Guerrini, Simon Alois Huber, Julian Mücke, Graham Smart, Kathrin Veith
              Video: Julia Brütsch
              Ausstattung: Taki P., Peter Affentranger
              Regie- / Produktionsassistenz: Ilaria Grillo
              Theaterpädagogik: Barbara Schüpbach
              Administration: Karin Frei
              Stücklänge: ca. 70 Minuten
              Premiere: 19.09.2015 Theater am Gleis Winterthur

Eine Koproduktion von "bravebühne" mit "Theater am Gleis Winterthur"