Billy de Kid

von Herman van de Wijdeven

beinahe ein Western mit Livemusik
für Jugendliche ab 12 Jahren (6. Klasse / Oberstufe)

... ein Stück über starke Männer und starke Frauen

Süsswasser - ein verschlafenes Kaff irgendwo in Amerika, zu irgendeiner Zeit, eher heute als gestern, ein paar Häuser, eine Polizeistation, ein Drive-In, ein paar Fastfood Buden, eine Tanke, eine Bank...
Ein Junge hat sie überfallen - er nennt sich Billy de Kid - und die vorlaute Lucy, die noch nie von ihm gehört hat, als Geisel genommen. Die wiederum ist froh, dass endlich mal was passiert in Süsswasser - beinahe wie früher als der Westen noch wild war.
Mit seiner Geisel in der Bank stellt der wütende Billy seine Forderung: Er will sich mit Erp, dem Sheriff des Ortes duellieren. Der Showdown scheint unabwendbar, nur verläuft er anders als erwartet. Nach und nach gelingt es Lucy hinter Billy's Revolverheld-Fassade zu dringen. Sie begegnet einem verunsicherten und traurigen Jungen, der glaubt für seinen Vater kämpfen zu müssen ...

Am Ende aber ist doch alles beinahe wie im richtigen Western: Die Dialoge scharf und witzig und jeder bekommt, was er verdient...

Ausgezeichnet mit dem Niederländisch-Deutschen Kinder- und Jugenddramatikerpreis 2015 skizziert Herman van de Wijdeven in einer klaren, sehr bildhaften Sprache die Wut und den Kummer eines Jungen, dessen Eltern getrennt sind. Die Personen sind keine Helden, sondern nur Menschen aus Fleisch und Blut, die versuchen den Widrigkeiten des Lebens mit Galgenhumor und Leidenschaft entgegenzutreten.

Eine Parabel über brüchige Rollenbilder und Familienstrukturen.

            1. Konzept / Regie: Taki Papaconstantinou
              Spiel: Sabina Deutsch, Graham Smart, Anja Martina Schärer,
              Florian Steiner
              Livemusik: Domi Schreiber (MyKungFu) und Ensemble
              Videoprojektion: Roland Schmidt
              Ausstattung: Taki P., Peter Affentranger, Natalie Péclard
              Theaterpädagogik: Barbara Schüpbach
              Administration: Karin Frei
              Stücklänge: ca. 70 Min

              Schweizer Erstaufführung: 22. September 2018 Theater am Gleis Winterthur

Eine Koproduktion von "bravebühne" mit "Theater am Gleis Winterthur"