Wir alle für immer zusammen

von Guus Kuijer

Alles ist gut so, wie es ist, ein Fisch gehört ins Wasser, ein Vogel in die Luft, eine Hand in meine – seine...

Polleke ist elf Jahre alt und will Dichterin werden. Mimun, ihr Freund, dessen Eltern aus Marokko kommen, macht Schluss mit ihr, weil es in seinem Weltbild nicht vorgesehen ist, dass Frauen dichten. Darüber gibt es einen Riesenkrach in der Schule, denn Polleke kann sich mal wieder nicht zurückhalten und schickt Mimun eine gepfefferte Antwort. Das findet nun ihre Mama nicht gerade toll. Von da an laufen die Dinge schief. O.K., den Papa zu fragen bringt nichts, der hat selber viele Probleme. Papa ist eben ein UP (Unnormaler Papa), den sie sehr liebt, auch wenn er immer pleite ist, und auch Mama kommt nach der Scheidung ganz gut mit ihm klar. Aber da gibt es noch das Problem mit Pollekes Klassenlehrer. Eigentlich ist, nein, war er ganz in Ordnung. Dann findet Polleke heraus, dass er sich ausgerechnet in ihre eigene Mama verliebt hat. Jetzt taucht er ständig bei ihnen zu Hause auf. Das geht ja gar nicht! »Manchmal ist das Leben ein Brechmittel «, sagt Polleke. Aber wer hätte gedacht, dass am Ende alles wieder halbwegs in Ordnung kommt und ein kleines neugeborenes Kalb, das auch Polleke heißt, sie wieder mit Mimun zusammenbringt, dem liebsten Jungen auf der ganzen Erde und im ganzen Weltall. Und dass man alles besprechen kann mit Papa, mit Mama und – wenn es denn sein muss – auch mit dem Lehrer. Dafür betet Polleke sogar: »Wir alle für immer zusammen. Amen!«

  1. Regie: Taki Papaconstantinou
    Spiel: Alisa Levin, Christine Ochsenhofer, Hermann Book, Thomas Esser
    Musik: Thomas Esser
    Ausstattung: Christel Bergmann
    Dramaturgie: Stehphanie Lubbe
    Premiere: 22.03.2008, Schauspielhaus Hamburg

 

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