Der gewissenlose Mörder Hasse Karlsson enthüllt die
entsetzliche Wahrheit, wie die Frau über der Eisenbahn-
brücke zu Tode gekommen ist

von Henning Mankell

Spannend wie in seinen Krimis erzählt der schwedische Autor Henning Mankell die Geschichte zweier ungleicher Jungen, über Lebensträume und soziale Unterschiede, Freundschaft, Mut, Angst und Schuld.

26 Jahre war Hasse nicht mehr zu Hause, als er sich entschließt, seine kranke Mutter zu besuchen. Auf dem Weg zu ihr erinnert er sich daran, was geschehen war, als er sich mit ihr zerstritt. Damals war er dreizehn Jahre alt.
Begonnen hatte alles an einem Tag im Februar, in einem kleinen schwedischen Dorf …
Hasse sitzt wie immer nach der Schule auf seinem Stein, dem Klippenthron, und wartet darauf, dass etwas geschieht. An jenem Tag begegnet er Schwalbe, dem Sohn des neuen Oberförsters. Er weiß sofort, dass er ihn zum Freund haben will, denn Schwalbe ist ganz anders als die anderen Jungen: er ist selbstbewusst und hat scheinbar vor nichts und niemandem Angst. Schwalbe macht, was er will, und er will Schrecken verbreiten. Es beginnt immer harmlos, wie bei einem Spiel. Wer hier über die Brücke kommt, wird unser Opfer sein.
Hasse macht mit. Auch als die Einfälle immer boshafter werden, will er nicht dastehen und die Freundschaft aufs Spiel setzen. Eines Nachts kommt die seltsame Aurelia an der Brücke vorbei und soll das nächste Opfer sein. Obwohl Hasse das Unglück kommen sieht, sagt er nicht Nein.

Warum macht man Dinge, die man nicht tun will? Auf diese Frage findet Hasse keine Antwort, auch nicht nach 26 Jahren. Das Unglück an der Eisenbahnbrücke wird niemals aufgeklärt, aber für Hasse ist danach nichts mehr so, wie es einmal war.

  1. Regie: Taki Papaconstantinou
    Spiel: Jochen Klüssendorf, Matthias Bleier, Jelena Mitschke, Julia Bardosch
    Ausstattung: Silke Lange
    Musik: Martin Henkel
    Premiere: 18.2.2007 moks - Theater Bremen

 

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