Einmal ans Meer


Nach dem Dialektstück „Frou Loosli“ von Andreas Schertenleib
ein Stück Theater mit Livemusik für Kinder und Erwachsene ab 7

... ich bin doch nicht die Königin von England!

Rahel ist neun und hat eine ganz besondere Freundin: Frau Loosli, fast achtzig, ohne Zunge. Darum kann sie auch nicht richtig sprechen –  aber wunderbar singen.
Einmal pro Woche ist sie bei Baumgartners, einer Pfarrersfamilie zum Mittagessen eingeladen. Ihre vier Jungen machen sich oft lustig über Frau Loosli und ihre komische Aussprache. Rahel, als einziges Mädchen, auch. Darum muss sie sich bei Frau Loosli, die ganz alleine in einem kleinen Häuschen am Rande des Dorfes lebt, entschuldigen und lernt sie so zwangsläufig besser kennen.
Frau Loosli hat eine Briefmarkensammlung mit Marken aus 57 verschiedenen Ländern, ist aber noch nie aus ihrem Dorf rausgekommen. Und das Meer hat sie auch noch nie gesehen.
Darum kommt Rahel auf die Idee, sie in die Ferien nach Südfrankreich mitzunehmen. Doch ihre Geschwister und vor allem ihr ältester Bruder sind nicht einverstanden.
„Ich  bing goch gnich i önigin fon Englang“ meint Frau Loosli und sie könne gut in einem Zelt in einem Schlafsack schlafen. Aber auch die Pfarrerseltern sehen einige Probleme und sind dagegen.
Rahel, dickköpfig, hält aber an der Idee fest und überzeugt Frau Loosli für ein Abenteuer.
Damit sie einmal das Meer sehen kann, bevor sie stirbt...

Einfühlsam, mit trockenem Witz und vielen musikalischen Einlagen erzählt das Stück von der Begegnung zwischen alten und jungen Menschen und der Angst vor dem Fremden. Unaufdringlich führt es Generationen –  Kinder, Erwachsene und noch ältere Erwachsene zusammen, ohne je moralisch oder gefühlig zu werden.

 

  1. Regie / Deutsche Bearbeitung: Taki Papaconstantinou
    Autor: Andreas Schertenleib
    Dramaturgie: Mathias Wendelin
    Spiel und Gesang: Thomas Esser, Florence Adjidome
    Livemusik: Thomas Esser
    Ausstattung: Kathrin Plötzky

    Deutsche Erstaufführung: 31. Januar 2015
    Junges Schauspielhaus Hamburg